
Portfolio : Mimi’s Taufe
Leistung: Familienreportage
Essenz: zart, vertraut, lichtdurchflutet, zurückhaltend, poetisch
Für Mimi und ihre Familie habe ich die Taufe in einem sehr persönlichen, vertrauten Rahmen fotografisch begleitet. Von Beginn an war klar, dass die Bilder Nähe zeigen dürfen, ohne Intimität preiszugeben – die bewusste Entscheidung, Mimis Gesicht nicht zu zeigen, prägt die gesamte Bildsprache. So entstehen Fotografien, die nicht auf Identifikation über Mimik setzen, sondern über Gesten, Körperhaltung, Details und Atmosphäre erzählen.
Die Serie lebt von einem warmen, weichen Licht und einer natürlichen Farbigkeit aus Creme, Grün und sanften Rosétönen. Immer wieder tauchen wiederkehrende Motive auf – der Kranz aus Buchs, die Taufkerze, florale Akzente – die visuelle Anker setzen und dem Tag eine ruhige Klammer geben. In der Komposition arbeite ich mit Nähe und Distanz: enge Ausschnitte von Händen, Stoffen und Oberflächen wechseln sich mit räumlichen Momenten in der Kirche ab. Dadurch entsteht ein leiser Rhythmus zwischen Intimität und feierlicher Weite.
Die Perspektive bleibt dabei stets auf Augenhöhe des Kindes oder leicht dahinter. Diese bewusste Zurücknahme schafft Respekt und Zurückhaltung, ohne emotionalen Zugang zu verlieren. Das Unsichtbare wird Teil der Erzählung – die Bilder bewahren Mimis Privatsphäre und machen den Tag dennoch spürbar. So entsteht eine Serie, die nicht inszeniert wirkt, sondern getragen ist von Vertrauen, Achtsamkeit und einer ruhigen, klaren fotografischen Haltung.
